Unsere Wurzeln

Gründung der Gemeinschaft durch Mutter Magdalena

Es ist eine Zeit großer religiöser und politischer Unruhen, in der infolge der Säkularisation fast alle Klöster aufgehoben waren, als unsere Stifterin Katharina Damen am 19. November 1787 in den südlichen Niederlanden geboren wird.
Als M.Magd-KievenTochter einfacher Landleute lernt sie, den Schwierigkeiten des Lebens mit großem Gottvertrauen zu begegnen. Sie ist ungefähr 15 Jahre alt, als sie ihr Elternhaus verlässt, um eine Arbeit als Hausangestellte in der nahe gelegenen Stadt Maaseik anzunehmen. Dort lernt sie durch die Kapuziner die franziskanische Spiritualität kennen. Sie schließt sich der Laiengemeinschaft des hl. Franziskus an und lebt fortan mit drei gleich gesinnten jungen Frauen zusammen. Gemeinsam widmen sie sich der häuslichen Krankenpflege, kümmern sich um Arme und Kinder.

Als im Jahr 1825 Pastor van der Zandt die Frauen um Hilfe für seine Gemeinde in Heythuysen bittet, wurzelnist nur Katharina bereit, die vertraute Lebensgemeinschaft zu verlassen. Der Pfarrer, der mit zwei Helferinnen gerechnet hatte, reagiert bei ihrer Ankunft enttäuscht. Katharina hört seine abfällige Bemerkung: „Die hätten sie auch behalten können.“ Doch sie lässt sich dadurch davon abbringen, sich voll Vertrauen auf Gottes Beistand ihrer neuen Aufgabe zu widmen – und bald stellt Pastor van der Zandt fest, wie sehr die Leute im Dorf ihre Hilfe schätzen. Rasch gewinnt Katharina die Zuneigung der bislang verwahrlosten Kinder, denen sie nicht nur Unterricht in Handarbeit gibt, sondern auch von Gott und seiner Liebe zu den Menschen erzählt.

Katharinas tiefe Gottverbundenheit und ihr Einsatz für die Menschen wirken anziehend. Schon bald schließen sich ihr drei Frauen an, die sie herzlich empfängt: „Gott schickt Euch, bleibt bei mir! Wir wollen gemeinsam dem guten Gott dienen.“ Mit eigenen Händen bauen sie ein kleines Haus im Dorf und helfen überall dort, wo sie gebraucht werden. Sie führen miteinander ein Leben des Gebetes und des Dienens im Geist des hl. Franziskus.

Doch Katharina spürt immer deutlicher, dass Gott sie ruft, gemeinsam mit ihren Gefährtinnen ein klösterliches Leben zu führen. Als sie dieses Anliegen dem Bischof von Lüttich vorträgt, ist es nicht verwunderlich, dass dieser ihre Bitte zunächst abschlägt, denn es fehlen den Frauen jegliche Voraussetzungen für ein solches Vorhaben. Doch seine Weigerung kann Katharinas Gottvertrauen nicht erschüttern: „Es soll nicht mein Werk sein. Gott wird sorgen!“ Von dieser Gewissheit getragen macht sie sich ein zweites Mal zu Fuß auf den Weg nach Lüttich. Tief beeindruckt von dem Gottvertrauen dieser einfachen Frau gibt der Bischof seine Zustimmung. „Sie soll anfangen und tun, was Gott ihr eingibt“, schreibt er an Pastor van der Zandt.

Katharina erwirbt mit der Unterstützung guter Menschen ein verfallenes Landgut außerhalb Heythuysens, den Kreppel. Am 10. Mai 1835 zieht sie mit ihren Gefährtinnen dort ein; dieser Tag gilt als der Gründungstag der Gemeinschaft.

Am 11. Februar 1836 empfangen die ersten Schwestern den franziskanischen Habit und ihren Ordensnamen. Katharina, jetzt Mutter Magdalena, wird die erste Oberin des kleinen Konventes. Sie leitet die Gemeinschaft in ihrer stillen einfühlsamen Art – weniger durch Worte als durch ihr Vorbild – nur bis 1840. Auf Vorschlag von Pastor van der Zandt übergibt sie ihr Amt einer jüngeren Mitschwester.

M.M, WandbehangFortan ist ihr Leben als einfaches Mitglied der Kommunität des Mutterhauses geprägt von Gebet und stillem Dienst. In demütiger Freude erlebt sie, wie Gott „sein Werk“ weiterführt und die Gemeinschaft wächst.

Als sie am 7. August 1858 im Beisein ihrer Mitschwestern ihr Leben in Gottes Hand zurückgibt, zählen zur Kongregation bereits 17 Häuser – wie sie es zu ihren Lebzeiten vorhergesagt hatte.

 

Von der Keimzelle in den Niederlanden breitet sich die Gemeinschaft weiter aus, sodass die Schwestern Mutter M.M.- WandbehangMagdalenas heute an vielen Orten der Welt im Geist ihrer Stifterin leben und wirken.

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