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Restrukturierung der Ordensprovinz

von / */ ?> Sonntag, 10 Mai 2015 / Veröffentlicht in Allgemein

MARIA IMMACULATA KOMMUNITÄT, NONNENWEERTH

Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt

Das Fest am 10. Mai 2015 war für uns Nonnenwerther Schwestern ein besonderer Tag: Wir gedachten nicht nur der Gründung unserer Kongregation vor 180 Jahren, sondern feierten zugleich die Umwandlung unserer Provinz in eine Kommunität. Besonders freuten wir uns, dass S. Deborah gekommen war, um mit uns diesen bedeutsamen Schritt in unserer Geschichte zu gehen. – – –

Die Worte von Papst Franziskus, die er als Ziele zum Jahr des geweihten Lebens formuliert hat,

– dankbar auf die Vergangenheit schauen –

– die Gegenwart mit Leidenschaft leben –

– die Zukunft voll Freude ergreifen –

waren wie ein Dreiklang,

der uns durch den ganzen Tag begleitete und die Festlichkeiten prägte: Dank erfüllt uns im Blick auf die Geschichte unserer Kongregation seit ihrer Gründung durch Mutter Magdalena – und auf die 115 Jahre als Maria Immaculata Provinz. Mit Leidenschaft für das, was uns in der gegenwärtigen Situation möglich ist, geben wir heute unserem franziskanischen Leben eine einfache und zugleich flexible Struktur: die einer Kommunität. So gehen wir miteinander in froher Zuversicht in die Zukunft, die Gott uns schenkt, vertrauend „den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt“. image001Am Morgen des sonnigen Maitages reisten viele Schwestern aus den Konventen an, um auf der Insel den gemeinsamen Festtag zu beginnen. Schwester Maria begrüßte die Schwestern, die sich in der Kapelle versammelt hatten, und verlas den Brief des Bischofs von Trier, in dem er der Errichtung der neuen Kommunität mit Schwesterngruppen an verschiedenen Standorten in seinem Bistum zustimmt. Als erster Höhepunkt des Festtages schloss sich ein feierlicher Gottesdienst an, der geprägt war vom Dank für die Vergangenheit und der Bitte um Segen für den neuen Weg als Kommunität. In seiner Predigt griff Pater Roth SVD, unser Hausgeistlicher, Gedanken auf, die uns Schwestern seit dem letzten Provinzkapitel begleitet haben: Wie bei Franziskus ist auch unser Leben geprägt von Veränderungen. Transitus, Übergang, meint Aufbruch aus dem, was Leben behindert, zu einem Mehr an Leben, einem „Leben in Fülle“ (Joh 10,10). Diese Zuversicht bewegt uns, lässt uns vertrauensvoll den Weg der Erneuerung gehen. Am frühen Nachmittag machten sich dann alle Schwestern auf den Weg nach Remagen zur Anna Kapelle. Dorthin konnten auch die Schwestern kommen, für die der Weg zur Insel zu beschwerlich war, sodass fast alle Schwestern am Festakt zur Umwandlung der Provinz in eine Kommunität teilnehmen konnten. Eröffnet und begleitet wurde die Feier von Harfenmusik, die dem Ganzen einen festlichen und zugleich besinnlichen Charakter verlieh. In ihrer Begrüßung betonte S. Coleta: „Wir haben Grund, unserem guten Gott zu danken.“ Dieser Dank war auch der rote Faden, der sich durch die Ausführungen von S. Felicitas zog in ihrem Rückblick auf die Geschichte der Kongregation und unserer Nonnenwerther Provinz. Sie rief uns auch noch einmal die Schritte in Erinnerung, die wir Schwestern seit dem letzten Provinzkapitel miteinander gegangen sind – hin zur Umgestaltung der Provinz in eine Kommunität. Bewegend und ermutigend war die Ansprache von S. Deborah, in deren Mittelpunkt die Begegnung von Mutter Angela von Cordier mit Mutter Magdalena in Heythuysen stand. In dem Buch von Sister M. Ligouri „Mother Magdalen and her Congregation (1835-1935)“ heißt es: Die Schlichtheit und Freundlichkeit Mutter Magdalenas bewegten sie tief, und als die gealterte Ordensfrau ihr zum Abschied die Hand drückte und ihr ermutigendes kleines Wort flüsterte, das von ihren Lippen Bände von Vertrauen bedeutete – „Gott wird sorgen“ – fühlte Mutter Angela, dass sie endlich gefunden hatte, was sie suchte. Sie hatte sich gesehnt nach wahrer franziskanischer Demut, Einfachheit und Armut, und sie hatte all diese Schätze gefunden im „Haus auf der Heide“. So dürfen auch wir uns vertrauensvoll auf die neue – und doch auch ursprüngliche – Struktur als Kommunität einlassen. Nachdem S. Deborah offiziell die Zustimmung des Generalrates zu der Restrukturierung vorgetragen hatte, verabschiedete sie die bisherige Provinzleitung und dankte S. Maria und den Schwestern des Rates für ihren Dienst für die Provinz. image006Anschließend beteten wir miteinander eine entsprechend gestaltete Vesper. Als Einführung zu den Psalmen wurden jeweils kurze Texte von Papst Franziskus zu den drei Zielen für das Jahr des geweihten Lebens vorgetragen. In der Lesung zur Vesper aus dem Ersten Petrusbrief hieß es: „Ihr seid neu geboren worden […] aus dem Wort Gottes, das lebt und das bleibt.“ Diesen Gedanken griff S. Maria in ihrer anschließenden Ansprache auf, die sie mit dem ermutigenden Satz beendete: „Geht, wohin das WORT euch sendet!“ Im Abschluss gab S. Deborah den Schwestern die Namen der neuen Leitung bekannt: der Kommunitätsoberin, S. Maria Lay, und ihrer beiden Assistentinnen, S. Coleta Brienen und S. Andrea Becker. Nach dem Segen wurden dann allen Schwestern die neuen Statuten der image008Maria Immaculata Kommunität überreicht. Schließlich hatten die Schwestern die Möglichkeit, der Kommunitätsoberin und ihren Assistentinnen zu gratulieren. Der Nachmittag klang in einem geselligen Beisammensein aus. image010Als am Ende des gemeinsamen Festes die Schwestern in froher Atmosphäre aufbrachen, war spürbar: Ermutigt und getragen vom Vorbild Mutter Magdalenas machen wir uns miteinander vertrauensvoll auf den Weg, auf den wir uns von Gott gerufen wissen. Denn:

„Er selbst kommt uns entgegen,

die Zukunft ist sein Land.“

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