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Geistlicher Abschluss der Umstrukturierung der Nonnenwerther Ordensprovinz – Verschlankung der Strukturen

von / */ ?> Montag, 21 September 2015 / Veröffentlicht in Neuigkeiten

Geht, wohin das WORT euch führt.

Unter diesem Leitwort stand der Gemeinschaftstag der Maria Immaculata Kommunität, zu dem sich am 17. September 2015 fünfzig Schwestern auf der Insel versammelten. Wir waren am Fest der Stigmatisierung des hl. Franziskus zusammengekommen, um uns wie Franziskus von der Liebe des Gekreuzigten berühren zu lassen und uns so gestärkt auf den weiteren Weg in die Zukunft zu begeben. Prälat Dr. Georg Holkenbrink, Bischofsvikar für die Orden im Bistum Trier, begleitete uns durch den gemeinsamen Tag und inspirierte uns durch seine geistlichen Impulse.

Als Schwester Maria den Tag eröffnete, 011griff sie das Wort des Gekreuzigten an Franziskus auf, das uns durch den zurückliegenden Prozess der Veränderung begleitet hat: „Geh, und stelle mein Haus wieder her!“ Durch die im Mai erfolgte Restrukturierung der Ordensprovinz in eine Kommunität sei der äußere Rahmen der Umgestaltung des Hauses vollzogen – jetzt gelte es, auf dem Weg der inneren Erneuerung voranzuschreiten. Dazu solle uns der gemeinsame Tag ermutigen und bestärken.

Das Bild vom Weg stand auch im Mittelpunkt der Predigt während des Festgottesdienstes, den Dr. Holkenbrink mit uns feierte. Er wies darauf hin, dass, als Franziskus auf dem Berg La Verna die Wundmale empfing, ein langer Weg der Bekehrung, Berufung und Sendung hinter ihm lag, ein Weg des Loslassens, „um in der Ohnmacht der Liebe der Welt den Reichtum zu bringen, den er selbst in der Liebe zum Dreifaltigen Gott ergriffen hat.“ Dr. Holkenbrink zog eine Parallele zwischen der letzten Lebensphase des Franziskus und der gegenwärtigen Situation unserer Gemeinschaft. Franziskus hatte die Leitung seines Ordens abgegeben und sich zurückzogen, um die Verbundenheit mit Christus tiefer zu leben. Wir haben Abschied genommen – nicht nur von der Leitung der Werke, die schon 2004 in eine Stiftung überführt wurden: „Sie haben sich für Ihren weiteren Weg als Gemeinschaft eine Struktur gewählt, die einfacher ist und auf den Glanz und die Bedeutung einer Provinz verzichtet.“ Die „neue Einfachheit“, die Bereitschaft, sich vom Herrn führen zu lassen und „in neuer Weise auf Christus […] zu schauen, von dem Sie alles erwarten“ sei unser Weg, die evangelischen Räte in der jetzigen Realität zu leben. Dr. Holkenbrink ermutigte uns Schwestern, die Stigmata, die Franziskus leiblich empfangen habe, in unserem Herzen zu tragen und auf Gottes Liebe glaubend und hoffend zu vertrauen – auch angesichts der Veränderungen. Als er am Ende seiner Predigt ein Gebet des hl. Franziskus zitierte, in dem dieser den Herrn bittet, das Feuer seiner Liebe möge auch in ihm brennen, da war dies zugleich eine Überleitung zur anschließenden Segnung und dem Entzünden der Kommunitätskerze. Mit dem Symbol des Heiligen Geistes verziert trägt sie die Aufschrift: „Geht, wohin das WORT euch führt.015 Diese Kerze wird uns durch die kommende Zeit begleiten und ihr Licht will uns ermutigen, uns dem Wirken des Geistes zu öffnen und uns von ihm führen zu lassen.

 

Beim festlichen Mittagessen, und in der Mittagspause kam es zu einem regen Austausch unter den Schwestern über das Gehörte – kombiniert mit frohen schwesterlichen Begegnungen und kleinen Spaziergängen über die Insel.

 

Am frühen Nachmittag war die gemeinsame Vesper mit Sendungsfeier ein weiterer Höhepunkt des Tages. Als Einführung zu den Psalmen wurden von Prälat Holkenbrink kurze Texte von Papst Franziskus zu den drei Zielen für das Jahr des geweihten Lebens vorgetragen: „dankbar auf die Vergangenheit schauen – die Gegenwart mit Leidenschaft leben – die Zukunft voll Hoffnung ergreifen“. Die Vesper schloss mit einer Sendungsfeier, in der die in der Messe gesegnete Kerze symbolisch auf den Weg durch die Kommunität geschickt wurde. In ihren Worten zur Aussendung griff S. Maria Gedanken aus der Lesung auf: „Ihr seid neu geboren worden […] aus Gottes Wort, das lebt und das bleibt.“ (1 Petr. 23)

Wenn diese Kerze in den kommenden Wochen von Lebensgemeinschaft zu Lebensgemeinschaft weitergegeben wird, soll sie uns symbolisch auf dem Weg der geistlichen Erneuerung begleiten, indem wir uns dem Wort Gottes öffnen und uns von ihm in die Zukunft führen lassen.

Im Sendungsgebet, das Dr. Holkenbrink sprach, bat er den Herrn um Segen für uns alle, dass wir „Licht der Welt“ seien, Licht, das sich an der Liebe Gottes entzündet und zum Licht für die Menschen wird.024

Zum Abschluss der Sendungsfeier baten wir Schwestern gemeinsam Gott mit den Worten des hl. Franziskus: „Gewähre uns, das zu tun, von dem wir wissen, dass du es willst, und immer zu wollen, was dir gefällt.“ So bezeugten wir miteinander unsere Bereitschaft zu gehen, „wohin das Wort uns führt“.

 

Durch Kaffee und Kuchen gestärkt, vor allem aber erfüllt von den geistlichen Anregungen des gemeinsamen Tages brachen wir auf, ermutigt, auf dem Weg der Erneuerung weiterzugehen und „die Zukunft voll Hoffnung zu ergreifen“.DSC00577

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