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Zur Zukunft der Schwestern auf der Insel Nonnenwerth …

von / */ ?> Samstag, 20 Juni 2020 / Veröffentlicht in Allgemein, Neuigkeiten

Remagen/Nonnenwerth, 19. Juni 2021.

„Als es Abend geworden war, sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren.“ Mk, 35

Diesen Ruf haben wir Franziskanerinnen vernommen und verstanden und lassen uns darauf ein …

 

Zu Beginn des Jahres 2020 haben wir darüber informiert, dass wir das Eigentum an der Insel und unsere Anteile an der Schule an einen neuen Eigentümer abgegeben haben. Bei diesem liegt die Verantwortung für die Entwicklung von Insel und Schule.

Die seinerzeitige Entscheidung zu diesem Schritt war der Ausfluss langer Überlegungen und dem Umstand geschuldet, dass der Mangel an Ordensnachwuchs sowie das fortgeschrittene Alter unserer Schwestern eine Fortsetzung unseres Lebens und Wirkens auf der Insel Nonnenwerth nicht mehr lange möglich gemacht hätten.

Somit stand für uns als Bestandteil dieser Entscheidung auch bereits zum damaligen Zeitpunkt fest, dass wir, die rund zehn seinerzeit noch auf Nonnenwerth verbliebenen Schwestern der Franziskanerinnen, die Insel früher oder später verlassen würden. Unsere ältesten Schwestern haben dem folgend die Insel seither bereits sukzessive verlassen.

Naturgemäß aber kann und wird nicht alles auf einmal geschehen. Der Weggang der nunmehr verbliebenen fünf Schwestern wird daher einige Zeit in Anspruch nehmen. Mit uns wird dann auch die Ordensverwaltung die Insel verlassen.

Unsere Entscheidung ist dabei das Ergebnis unserer langfristigen Planungen; mit anderen derzeit an der Schule geführten Diskussionen hat diese Entscheidung nichts zu tun.

So endet nun bald eine fast 170-jährige Tradition franziskanischen Lebens und Wirkens auf der Insel Nonnenwerth. Wir gehen mit einer dankbaren Erinnerung an all das, was über so lange Zeit, an und von diesem Ort ausgehend, Gutes geschaffen und geleistet werden durfte.
Wir verlassen die Insel mit einem großen Dank für alle Schwestern und ganz besonders alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Freunde, Unterstützer sowie Wegbegleiter, die über so viele Jahre für die gemeinsame Sache tätig gewesen sind bzw. diese mit großem Wohlwollen und Engagement begleitet haben.

Für den Segen, der in alle diesen Jahren unser Wirken begleitet hat, können wir nicht dankbar genug sein. Möge dieser Segen auch in Zukunft auf der Insel liegen.

Pax et bonum

OBEN